Weddinger Sprintpokal – wir sind ein ganz starkes Team

Wir, damit meine ich, die Schwimmer des Talentestützpunktes und der „harte Kern“ der unterstützenden Eltern. Jeder trug einen super Anteil zum Gelingen der Wettkampfreise in die Hauptstadt bei. Auch wenn wir von der Stadt, außer zwei Nachtfahrten, selbst nichts mitbekommen haben.

Getroffen haben wir uns bereits am Freitag 15.00 Uhr in der Schwimmhalle Südring zum gemeinsamen Abschlusstraining. 45 Minuten wurde unser Körper schon mal auf Wettkampftemperatur gebracht und vor allem die Wendenausführung unserer Wettkampfstrecken noch einmal getestet. Organisatorisch war vor alles vorbereitet, also hieß es nur: auf die acht Fahrzeuge verteilen und dann los. 16.15 Uhr rollte die Kolonne los. Erwartungsgemäß kamen wir gemeinsam nicht sehr weit. Schon an der ersten Ampel riss der Kontakt zu den Führungsfahrzeugen ab. Alle hatten den Verkehrsfunk an und versuchten die gemeldeten Staus so gut wie möglich zu umfahren. Einige fuhren über Dresden und andere über Leipzig. Die Dresdentruppe hatte etwas mehr Glück. 19.30 Uhr waren sie als Erste in unserem Quartier angelangt. Die anderen Fahrzeuge folgten etwas später. Jetzt mussten sich alle erst einmal stärken. Nach einer kurzen Einweisung wurden die Zimmer gestürmt, die Betten mussten bezogen werden und wenig später hieß es schon Nachtruhe einnehmen. Wie immer dauerte dies eine ganze Weile. 22.00 Uhr war endlich Ruhe bei den Kindern. Für die Erwachsenen gab es noch viel zu erzählen. Wann hat schon mal sooo viel Zeit.

7.00 Uhr klingelte der Wecker. Eigentlich! Ein paar Frühaufsteher waren schon sehr viel eher wach. Dreißig Minuten später saßen alle am Frühstückstisch. Nach der kräftigen Stärkung hatten wir einen achtminütigen Anfahrtsweg zur Schwimmhalle. Wir waren alle gespannt, was uns erwartete. Waren wir doch vom Europark sehr verwöhnt. Am Eingang herrschte schon großes Gedränge. In der Halle änderte sich das leider nicht. Zum Glück konnte sich Simone als erstes mit in die Schwimmhalle zwängen. Somit hatten wir wenigstens einen ganz ordentlichen Platz abseits des Wettkampfbeckens. Die Schwimmhalle selbst ähnelt der im Sportforum, nur viel flacher und mit nur 6 Bahnen – also ein langer Schlauch. Obwohl es eine 50m Bahn war, stand nur der 25m- Wettkampfteil zum Einschwimmen zur Verfügung. Beim Einschwimmen waren wir 27 Kinder auf einer Bahn. Also war Kampfschwimmen angesagt. Wenn man im hinterher die Wettkampfergebnisse analysiert, gar keine so schlechte Methode sich warm zu machen. Am Wettkampf nahmen 19 Vereine mit 269 Sportlern teil. Dabei wurden 1154 Einzel- und 15 Staffelstarts gemeldet. Da hieß es von Anfang an kräftig aufs Tempo drücken, damit wir pünktlich 17.30 Uhr wieder auf die Heimreise gehen konnten. Jetzt war aber erst einmal „schnell Schwimmen“ angesagt. Unsere Sportler taten uns diesen gefallen. Zum Auftakt standen die 100m Lagen auf dem Programm. Wir zeigten gleich unsere Stärken in der Vielseitigkeit. Lisa Hecker und Ronja Stein feierten im Jahrgang 2008 einen Doppelsieg. Lise Seidel (2006) siegte ebenfalls, Mara Pilz holte sich die Silber- und Laila Demmler (SV 07 Annaberg) die Bronzemedaille. Bei den Jungen erzielten wir ebenfalls Top-Platzierungen: Finn Beckmann (2006) holte sich den Sieg und Moritz Erkmann (2008), Daniel Gensler (2008), Fabian Herrmann (2007) und Fabian Prasse (2005) erreichten weitere Medaillenränge. Alle von uns gestarteten Schwimmer beendeten den Wettkampf mit einer deutlich neuen Bestzeit. Dies war ein Auftakt nach Maß. Nur gut, dass viele Eltern mit dabei waren, so konnten sich die Trainer auf das Schwimmen konzentrieren. Die Eltern haben die Kinder wunderbar vor- und nachbereitet – Erwärmung, Bahnverteilung, Umziehen sowie Essen und Trinken einfüllen und und und! Alles lief hervorragend.

Über die Rückenstrecken – 50m und 100m – konnten sich die erreichten Ergebnisse ebenfalls sehen lassen. Auch hier erzielten wir fast durchgängig Bestzeiten. Es war also ein schnelles Wasser. Mit 12 Medaillen waren wir gut dabei. Vor allem unsere jüngsten Teilnehmer, die Kinder des Jahrganges 2009 wussten sich hier toll zu steigern. So schafften Meara Beckmann, Sibel Hahn, Miriam Hetze, Gustav Seidel, Bastian Hirt und Rudi Weggässer neue Bestleistungen. Gustav konnte sich sogar über eine Bronzemedaille freuen und Rudi schrammte über 100m ganz knapp an einer Medaille vorbei. Noch hervorgehoben werden sollte die Glanzzeit von Lise über 100m in 1:13,90 und die 37,18 über die halbe Distanz von Benjamin Gensler. Da ist Lise in Deutschland ganz vorn mit dabei. Vor der Pause schwammen einige noch das Schmetterlingsschwimmen. Auch hier waren wir mit zehn Medaillen sehr erfolgreich. Mit 5 x Gold durch Yara Fay Riefstahl(2008), Lisa Nollau (2007), Fabian Herrmann (2007),Lise Seidel und Fabian Prasse (2005) und den Silbermedaillen durch Moritz Erkmann (2008) und Rike Brandl (2008) sowie den Bronzemedaillen von Laura Nollau, Luca Seifert und Finn Beckmann konnten wir zufrieden sein.

Die kurze Mittagspause nutzten wir um uns zu stärken und etwas frische Luft zu tanken. Zu Beginn des zweiten Abschnittes, konnten wir im Brustschwimmen unsere Stärken voll ausspielen. Hier erkämpften wir gleich 8 Goldmedaillen. Ronja Stein, Patrick Mehnert (2x), Lisa Hecker, Paula Clauß, Lise Seidel und Daniel Gensler konnten sich darüber freuen. Aber auch alle anderen zeigten super Leistungen und es purzelten viel Bestzeiten. Doch so langsam schwanden die Kräfte. Das merkte man besonders bei den jüngeren Schwimmern. Die Luft und die Enge in der Halle und der wenige Schlaf zehrte an den Kräften und der Konzentration. Zum Glück war nun das Kraulschwimmen an der Reihe. Hier fischten wir wieder 19 Medaillen aus dem Wasser. Das war somit die erfolgreichste Schwimmart. Siege gab es allerdings fast ausschließlich über die 100m Strecke. Den einzigen 50m Sieg sicherte sich Fabian Prasse. Dagegen gewannen Yara, Mara, Lise, Moritz, Fabian und Finn die „lange“ Distanz.

Zum Abschluss belagerte unsere gesamte Mannschaft den Beckenrand zum Anfeuern für die 4 x 50m Freistilstaffeln. Eingeteilt in zwei Jahrgangsgruppen. Als Favorit der Gruppe 2007 bis 2009 gingen wir von Anfang an ein sehr hohes Tempo. Da wir bei den großen in den Lauf eingeteilt wurden mussten wir gegen die Uhr schwimmen. Das spornte zusätzlich an. Angetrieben von unseren Schlachtenbummlern und der eigenen Mannschaft wuchsen Mara (33,57), Luca (35,01), Laura (34,37) und Fabian (32,99) über sich hinaus und gewannen deutlich vor Potsdam und Berlin. Bei den großen der Jahrgänge 2004 bis 2006 wurde es weitaus schwieriger. Obwohl Lise (31,60), Benjamin (32,75), Laura (32,74) und Fabian (30,97) sehr flott unterwegs waren, mussten sie sich mit dem Bronzeplatz zufrieden sein. Dieser war sehr hart erkämpft. Die Schlussschwimmerin vom SV Beroline kam regelrecht angeflogen (28,59) und hätte uns fast noch den Podestplatz weggehascht.

Noch nicht erwähnt wurden Jasmin Drechsel (2008), Emely Hetze (2005), Svenja Josefus (2006), Sarah Keil (2008) Anna Landgraf (2004), Laura Riedel (2004), Kyra Scheppler (2007), unser Geburtstagskind Gretha Schreiber (2008), Benjamin Hirt (2007), Felix Krones (2007), Lenn Kult (2008), Luca Seifert (2007), Joe Teichmann (2006), Theodor Weggässer (2006) und Nico Ziller (2008). Auch sie zeigten sehr gute Leistungen und fischten einige Medaillen aus dem Weddinger Wasser. Einzig Toni Herrmann (2008) schwamm seinen Bestzeiten hinterher. Er hat wohl die Umstellung nach Halle noch nicht richtig verkraftet.

Es gab ja noch die punktbesten Leistungen. Hier durfte sich ein Mädchen-Trio über je einen kleinen Pokal freuen. Yara Fay Riefstahl, Mara Pilz und Lise Seidel gewannen ihre Jahrgänge. Einen Mannschaftspokal gab es leider nicht. Den hätten wir sicherlich auch gewonnen. Die Medaillenbilanz mit insgesamt 70 Plaketten liest sich sehr positiv und erfolgreich. Das war es dann auch. Wir gewannen 27 x Gold, 21 x Silber und 22 x Bronze. Darauf können wir stolz sein. Wenn man die einzelnen Jahrgänge betrachtet waren die erfolgreichsten Starter:

Jahrgang 2009:

Sibel Hahn (1×4.Platz/2×6.Platz) und Gustav Seidel (1xBronze/1×6.Platz)

Jahrgang 2008:

Yara Fay Riefstahl und Lisa Hecker (2xGold/2xSilber) und Moritz Erkmann (1xGold/3xSilber)

Jahrgang 2007:

Mara Pilz (2xGold/2xSilber) und Fabian Herrmann (2xGold/2xSilber)

Jahrgang 2006:

Lise Seidel (5xGold) und Fin Beckmann (3xGold/2xBronze)

Jahrgang 2005:

Emely Hetze (1xSilber/1xBronze) und Fabian Prasse (2xGold/2xBronze)

Jahrgang 2004:

Laura Riedel (1×5.Platz/1×6.Platz)

 

Gleich nach dem Wettkampf wurden die letzten Essenvorräte an die Raubtiere verteilt und wir starteten wieder in Achterkolonne Richtung Chemnitz. Leider erwischten wir ein richtiges Mistwetter. So kamen wir nur mit gedrosselter Geschwindigkeit der Heimat näher. Trotzdem schafften wir es 20.30 Uhr in Chemnitz zu sein.

 

Danke an die Tatkräftige Unterstützung der Familien Weggässer, Seidel, Nollau, Keil, Stein, Beckmann, Clauß, Pilz sowie Jens und Johannes für die tatkräftige Unterstützung. Wir waren eine dufte Truppe.

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