19. Kindermeisterschaften in Gotha – wir waren dabei

Manchmal muss eben andere Wege suchen, um Kinder glücklich zu machen. 8 Kinder der Trainingsgruppe von Steffen fuhren bereits einen Tag früher nach Thüringen. Weil: nur Wettkampf allein, das soll nicht sein. Also musste etwas Kultur her. So trafen wir uns bereits 13.00 Uhr zur Abfahrt am Neefepark. Etwas Verspätetet starteten wir Richtung Gotha. Wir kamen zügig voran und waren 15.00 Uhr am Ziel angelangt. Wir wollten in die Marienglashöhle Freidrichroda. Uns trennten noch 500m Fußweg. Trotz schnellen Wanderschrittes standen wir erst 15.05 Uhr vorm Höhleneingang. Zu spät. 15.00 Uhr war die letzte Führung. Da uns ja der Frühling Traumwetter bescherte, mussten wir nicht traurig sein. Kurzerhand fuhren wir noch ein Stück weiter zum Inselsberg. Ein Parkplatz unterhalb des Gipfels kam gerade recht und wir bewegten unsere müden Knochen noch ein wenig. Eine tolle Aussicht konnten wir genießen. Etwas Schnee gab es auch noch. Eine Kletterwand lud zum Klettern ein. Nach einer guten halben Stunde stiegen wir wieder bergab und rollten zu unserem Hotel in Friedrichroda. Im dortigen Ahorn-Hotel haben wir uns für eine Nacht einquartiert. Wie die Profis durften wir uns fühlen. Schicke Zimmer und gutes Essen inclusive. Zwischen den vielen anderen und betagten Hotelgästen fielen wir natürlich auf. Nach dem Abendessen gingen wir noch ordentlich Planschen. Bei 32°C Wassertemperatur brachten wir das Nichtschwimmerbecken zum Kochen. Allerdings nur beim Spielen! Für Training blieb keine Zeit mehr. 20.30 Uhr sollten ja alle im Bett liegen. Ob es gelang? Geheimsache!

7.00 Uhr begann der Wettkampftag. Fünfzehn Minuten später saßen wir bereits am Frühstückstisch und stärkten uns kräftig. Was so ein gemeinsames Frühstück alles bewirkt!

8.15 Uhr waren wir Abfahrtbereit und fuhren nach Gotha. Die Wettkampfhalle bestand aus einem alten Gebäude mit einem modernen Anbau. Eine 25m-Halle mit 6 Bahnen und einer kleinen Tribüne. 175 Sportler passten da locker hinein. So hatten wir genügend Platz. Beim Einschwimmen war dies allerdings dann nicht mehr so. Voller Erwartungen gingen wir in den Wettkampf. Wir hatten keine Ahnung, wie hoch das Niveau dieser Veranstaltung ist. Bei den ersten Starts wirkten wir noch ziemlich müde. Es lief nicht wirklich rund. Je länger der Wettkampf dauerte, um so besser konnten wir uns Platzieren. Die thüringische Konkurrenz aus 16 Vereinen war sehr gut. Wir mussten echt kämpfen, um bei einer Siegerehrung dabei zu sein. Der Rahmen des Wettkampfes funktionierte nicht wirklich. Es gab ziemlich viele Hänger. Das Mikrofon funktionierte nicht richtig, die jungen Damen am Vorstart hatten mir ihren Stimmen zu kämpfen, der Drucker ist ausgefallen und dadurch gab es weder ein Protokoll, noch Urkunden, noch eine Siegerehrung. Da sind wir anderes gewöhnt. Wie schon angemerkt, gab es Licht und Schatten. Bei unseren jüngsten Teilnehmerinnen, Clara Mann und Heidi Schultze, ging es zäh los. Beide hatten sichtlich Probleme mit der ungewohnten Umgebung. Es fehlte die Frische und Spritzigkeit. Trotzdem wussten sie sich von Wettkampf zu Wettkampf zu steigern und konnten sich in die Medaillenränge schwimmen. Clara wurde mit Silber und Bronze und Heidi mit einer Bronzemedaille für die Anstrengungen belohnt. Noelle Naumann lieferte einen recht ordentlichen Wettkampf ab. Sie eroberte die erste Medaille für unsere kleine Truppe. Mit Bronze über 50m Brustschwimmen, …. Kletterte sie mehrmals auf das Siegerpodest. Chiara Bonnet kämpfte bei jeder Strecke um eine sehr gute Zeit. Das schaffte sie meistens auch, doch für eine Siegerehrung reichte es leider nicht. Johanna Nönnig schwamm diesmal zu brav. Bei den kurzen Strecken verlor sie auf den ersten Metern zu viel Zeit. Das schaffte sie dann nicht mehr aufzuholen. Trotzdem durfte sie sich über eine Bronzemedaille über25m Rückenbeine freuen. Unsere älteste Teilnehmerin war Scarlett Michell Müller. Sie war oft auf ungewohnten Beinarbeitsstrecken unterwegs. Diese Beinarbeitsstrecken wurden übrigens ganz nostalgisch mit Brettern aus der DDR-Zeit durchgeführt. Dafür zeigte sie ordentliche Leistungen. Über Brustbeinarbeit holte sie sich eine Bronzemedaille. Unsere beiden Jungen schlugen sich hervorragend und konnten die besten Ergebnisse einfahren. Am erfolgreichsten schnitt dabei Maximilian Weiß ab. Er eroberte insgesamt vier Medaillen, 1 x Gold, 2 x Silber und 1 x Bronze. Aber auch Scott Richter überzeugte mit sehr guten Leistungen und sicherte sich den Sieg über 50m Freistil. Unsere Bilanz kann sich, trotz unserer Anlaufschwierigkeiten, sehen lassen. Wir gewannen insgesamt 11 Medaillen – 2 x Gold, 3 x Silber und 6 x Bronze. Sicherlich kommen noch einige Urkundenplätze hinzu.

Nach Wettkampfende nutzten wir das Kinderbecken für eine ausgedehnte Spielzeit. Denn es sollte doch noch eine Ehrung der Sieger geben. Nur gut, dass es Handy gibt. So konnte wenigsten mit dieser Hilfe die Siegerehrung am Ende der Veranstaltung durchgeführt werden. Da allerdings ohne Mikrofon, was äußerst schwierig für alle Beteiligten zu verstehen war. Nun warten wir auf ein Protokoll, um alle unsere Platzierungen zu erfahren. Nach gut einer Stunde Siegerehrung traten wir geschwind die Heimreise an.

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