BEST Open Water Festival 2019 – Chemnitzer sammeln Medaillen

Leony-Heidi Salevsky, Leonie Nötzel, Fränzi Heinrich und Leonie Bergner mit ihrem Trainer Steven Krüger

Während in Berlin die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften stattfinden und die Athleten des SC Chemnitz fleißig Medaillen sammeln waren die verbliebenen Sportlerinnen der ersten Leistungsgruppe nicht untätig. Bereits am letzten Freitag ging es von Berlin aus nach Mallorca und dort in die Küstenstadt Colonia Sant Jordi. Hier wurde das alljährlich stattfindende BEST Open Water Festival ausgetragen. Mit Fränzi Heinrich nutzt unsere erfahrenste Freiwasser-Schwimmerin die Wettkampfserie um sich auf die Deutschen Freiwasser-Meisterschaften Ende Juni vorzubereiten und Wettkampfhärte zu sammeln. Leonie Nötzel, die bereits 2017 Edelmetall im Freiwasser bei nationalen Titelkämpfen gewinnen konnte nutzte den Wettkampf ebenfalls als Vorbereitung auf die Freiwassermeisterschaften wohingegen für Leony-Heidi Salevsky und Leonie Bergner vor allem der Trainingseffekt dieser Wettkämpfe im Vordergrund stand.
Unsere vier Mädels nutzten die „Colonia Classic“ Wettkampfserie in welcher Fränzi als Nationalkader in der „Elite“ Wertung mit Sportlerinnen der kanadischen und britischen Nationalauswahl messen konnte. Alle drei anderen Mädels starteten in der Wertung „Non-Elite“ ohne direkten Vergleich zu den Kaderathleten. Zur „Colonia Classic“ gehörten am Sonntag die 5,0km, am Dienstag die 1,5km und zum Abschluss die Marathon-Distanz über 7,0km bzw. 10,0km am heutigen Donnerstag. Zusätzlich wurde an den Tagen ohne Wettkampf 2x trainiert, an den Wettkampftagen stand jeweils am Abend eine zusätzliche Trainingseinheit auf dem Plan.
Die 5,0km am Sonntag waren geprägt von kühlem sehr windigen Wetter und wurden für unsere Mädels um so schwieriger da auf Grund der Wellen die Orientierungsbojen kaum zu erkennen waren was zu zahlreichen kuriosen Situation im Rennen führte. Fränzi verfehlte die schnellste Gruppe der Männer in der sich auch die kanadische WM Teilnehmerin Chantal Jeffrey befand und wurde so mit dem Gewinn des Sprintes der Verfolgergruppe Zweite in der Elitewertung in starken 58:09min. Ein ebenfalls tolles Rennen zeigte Leonie Nötzel welche ihre Juniorenwertung der „Non-Elite“ Schwimmer in tollen 59:26min gewinnen konnte. Auf Platz 2 und 3 erreichten Leonie Bergner (1:01:34) und Leony-Heidi Salevsky (1:01:37) das Ziel der AK 18-29 in ihrer Wertungsklasse.
Dem tollen Auftakt am Sonntag folgte am Dienstag die „Sprintdistanz“ über 1,5km. Fränzi konnte bis 50m vor dem Ziel der Kanadierin Paroli bieten und musste sich nach sehr guten 17:10min nur im Endspurt geschlagen geben. So war dies im zweiten Rennen wieder Platz 2. Leonie Nötzel bestätigte mit Platz 1 in 18:35min ebenfalls ihre Position des 5km Rennens ebenso wie Leony-Heidi Salevsky mit Platz 3 der AK 18-29 in 18:46min. Leonie Bergner erreichte weitere 9s später gesundheitlich angeschlagen als Vierte das Ziel.
Die gesundheitlichen Probleme verhinderten bei Leonie auch einen Start am letzten Tag über die 7,0km Distanz und so half sie bei der Präparierung der Sportlerinnen. Leonie Nötzel und Leony-Heidi Salevsky nahmen die 7,0km in Angriff. Fränzi startete über die olympische 10,0km Distanz. Begrüßte uns am morgen noch eine traumhafte Wettkampfkulisse war kurz vor Rennstart klar, dass uns ein sehr schweres Rennen erwarten würde. Der Wind hatte deutlich aufgefrischt und die Wellen erreichten auf dem Kurs zwischen 1 und 2 Metern Höhe. Es war bezeichnend das auch gestandenen Freiwasserspezialisten wie Vize-Europameister von 2016 Jack Burnell das Rennen nach 1 Stunde unterkühlt und entkräftet aufgeben mussten. Fränzi Heinrich fand sehr gut in das Rennen und war bis zur Rennhalbzeit in der für sie entscheidenden Gruppe zusammen mit Chantal Jeffrey und zahlreichen weiteren Nationalschwimmern aus Kanada und Großbritannien. Dies wurde ihr aber leider auch zum Verhängnis da sie die Tempoverschärfungen in Runde 4 von 6 der vorwiegend männlichen 7,0km Schwimmer nicht mehr mitgehen konnte welche sich auf ihrer finalen Runde befanden und so bei einer Überrundung von Masters-Schwimmern auch den Kontakt zu WM-Teilnehmerin Chantal Jeffrey verlor. Damit musste sie die letzten 2 Runden und damit 3,5km allein absolvieren und verlor dabei viel Zeit und Kraft. Am Ende erreichte sie wieder den zweiten Platz in der Wertung der Nationalschwimmer und sicherte sich damit auch Platz 2 in der Gesamtwertung nach Platz 1 im Vorjahr. Leonie Nötzel und Leony-Heidi Salevsky konnten dem Tempo der Nationalschwimmer bei diesem schweren Rennen bereits in Runde 1 nicht folgen und schwammen nahezu das gesamte Rennen in einer kleinen Gruppe gemeinsam. Bei schwierigen Bedingungen erreichte Leonie Nötzel in der Juniorenwertung als Zweite das Ziel. Leony-Heidi hingegen konnte ihre Altersklasse diesmal sogar gewinnen.
Die Teilnahme bei der diesjährigen „Colonia Classic“ war als Fazit nach drei Wettkämpfen ein Erfolg auf nahezu ganzer Linie. In durch Wind und Wellen teils sehr schweren Rennen konnten unsere Freiwasser-Schwimmerinnen Fränzi Heinrich und Leonie Nötzel wertvolle Erfahrungen im Kampf mit den kanadischen und britischen Nationalschwimmerinnen sammeln wohingegen die Wettkampfwoche für Leony-Heidi Salevsky und Leonie Bergner ein guter Auftakt in die 8 wöchige Vorbereitung auf die Deutschen Meisterschaften 2019 in Berlin war.

Wir gratulieren den 4 Mädels zu den Erfolgen und wünschen für die Vorbereitung auf die Deutschen Freiwassermeisterschaften Ende Juni und die Deutschen Meisterschaften Anfang August maximale Erfolge!

veröffentlicht von Steven Krüger

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