Weddinger Sprintertag – der Ausflug nach Berlin hat sich gelohnt

An einem Tag zum Wettkampf nach Berlin, dass klingt irgendwie verrückt. Ist es auch. Wir haben es einfach einmal probiert, wie es ist, wenn man früh morgens nach Berlin aufbricht, dann einen neustündigen Wettkampf absolviert und gleich wieder zurück in die Heimat düst. Experiment gelungen.

Zum achten Mal nahmen wir am Herbstmeeting des SC Wedding Berlin teil. Leider wird  der Wettkampf nicht mehr im Europapark durchgeführt. 5.30 Uhr starteten wir die Motoren in Chemnitz. Schon knapp drei Stunden später waren wir in Berlin und drängelten uns durch schmale Eingangspforte. Der Gastgeber hatte uns sehr gute Plätze reserviert. So konnten wir entspannt unsere Erwärmung durchführen. Auch das Einschwimmen lief, trotz der vielen Sp

ortler erstaunlich geordnet ab. Gut vorbereitet starteten wir in den Wettkampf. Wir, dass waren 17 Kinder der Jahrgänge 2008 bis 2010. 10.00 Uhr wurde der erste Wettbewerb gestartet. Unsere Gegner kamen alle aus dem Berline Raum. 20 Teams mit knapp 1200 Starts, das war sehr sportlich und verlangte eine perfekte Organisation. Das war es dann auch. Alles lief wie am Schnürchen. Mit den 100m Lagen wurde begonnen. Dafür hatten wir sehr viel geübt. Vor allem die verschiedenen Wenden wurden in den letzten Trainingstagen

immer wieder wiederholt. Das zahlte sich aus. Fast alles

klappte sehr gut. Wir freuten uns über die Podestplätze von Leonie Wagner, Jannek Postel und Rike Brandl. Das war ein Start nach Maß. Die zweite Disziplin, das Rückenschwimmen, absolvierte unser Nachwuchs sehr erfolgreich. Eigentlich hatte wir im Training sehr viel die tiefe Rückenwende geübt. Im Wettkampf angewendet haben es allerdings die wenigsten. Da fehlte dann doch der Mut. Technisch konnte sich das Rückenschwimmen sehen lassen. Der Lohn: ein Top-Zeit

 

durch Martha Gensler im Jahrgang 2010. Sie siegte in sehr guten 46,92s. Auch Maddox Nagy konnte sich einen Sieg sichern. Lenn Kult erkämpfte sich den zweiten Rang. Über 100m durfte Leonie ganz hoch auf das Siegerpodest klettern. Zweite Plätze sicherten sich Jannek Postel, Emilia Scheliaskow und Nico Ziller. Es folgte die Angstdisziplin unserer Sportler, das Schmetterlingsschwimmen. Eigentlich braucht niemand davor Angst zu haben, denn alle habe diese 50m recht ordentlich absolviert. Wir konnten gleich fünf Medaillen gewinnen. Dabei sicherte sich Leonie, mit ihrem Sieg bei ihrem ersten Wettkampfstart über diese Disziplin, bereits die dritte Medaille. Martha, Maddox, Rike und Emilia freuten sich über ihre zweiten

Medaillen. Mitdiesen Erfolgen gingen wir in die Mittagspause. Dabei nutzen wir das herrliche Wetter, um vor der Schwimmhalle frische Berliner Luft zu tanken.

Heute funktionierte unsere „Arbeitsteilung“ wieder einmal hervorragend. Die mitgereisten Eltern kümmerten sich um die Kids im „Ruhebereich“ und um die Wettkampferwärmung sowie Essen und Trinken. Auch die Fotodokumentation lag in Elternhand. Steffen konnte sich somit   voll auf die Wettkampfanalyse konzentrieren. Einfach perfekt und ein großes Dankeschön an alle!

Der zweite Abschnitt begann 14.00 Uhr mit dem Brustschwimmen. Auch hier sammelten wir wieder sechs Medaillen. Über die 50m Strecke schafften alle eingesetzten Sportler auch neu Bestleistungen. Das ist Top. In die Siegerliste konnten sich Leonie, bereits zum dritten Mal, Jannek und Nico Ziller eintragen. Die weiteren Medaillen sicherten sich Zoe Tabea Johannsohn, Meara Beckmann und Johanna Postel. Hugo Uhlig und Lina Jolie Ahnert verpassten das Siegertreppchen denkbar knapp. Der vorletzte Wettbewerb, das Freistilschwimmen, wurde zu unserer erfolgreichsten Disziplin. Wir erreichten zwar nur einen Sieg durch Rike Brandl, dafür aber fünf zweite Plätze durch Leonie, Martha, Maddox, Jannek und Lenn. Johanna konnte sich noch über eine Bronzemedaille freuen. Wiederum verfehlte Lina Jolie, trotz toller Bestzeit. um ganze 8-hundertstel eine Medaille. Den Abschluss bildeten die Freistilstaffeln. Wir traten mit zwei Teams an. Im Jahrgang 2007/2008 formierten wir mit den 2008er Rike, Lenn, Zoe und Nico eine kämpferisch starke Truppe. Alle wuchsen über sich hinaus und sicherten sich einen hervorragenden 4.Platz. Die jüngere Mannschaft des Jahrganges 2009 konnte mit Emilia, Hugo, Meara und Max, nach großem Kampf, zwar den dritten Platz sichern, wurden aber leider nachträglich disqualifiziert. Warum bleibt ungeklärt. Emilia schwamm als Startschwimmerin eine tolle Bestzeit und soll dabei die Wende nicht berührt haben. Wenn es so gewesen wäre, hätte sie niemals eine solche Zeit Schwimmen können. Leider blieb dadurch nur der gefühlte dritte Platz.

Insgesamt fischten wir 28 Medaillen, davon 8 x Gold, 14 x Silber und 6 x Bronze sowie 9 x einen undankbaren 4.Platz aus dem Wasser. Leider ereilten uns auch 5 Disqualifikationen. Ein sehr strenges Kampfgericht wachte über das Geschehen. Es hagelte nur so von Durchsagen für Disqualifikationen. Bei 70 Starts schafften wir 56 Bestleistungen. Dies ist ein tolles Ergebnis. Trotz durchgängig Bestleistungen blieben ohne Medaille: Lina Jolie Ahnert, Noelle Naumann, Sibel Hahn, Hugo Uhlig und Max Degelmann. Einzig Lia Winzer erwischte einen rabenschwarzen Tag. Ihr gelang leider nicht viel.

Pünktlich 18.00 Uhr heulten die Motoren auf und wir fuhren wieder Richtung Heimat. Nach dem dichten Stadtverkehr Berlins lief es auf der Autobahn recht flott, so dass wir bereits 20.45 Uhr in Chemnitz eintrafen. Vielen Dank an die Fahrer!

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