36. Schweizer Hallenjugendtag – die Herzlichkeit der Eidgenossen haben wir genossen.

Ein tolles Wochenende erlebten 16 Kinder der Jahrgänge 2008/09 bei unserer Wettkampfreise ins Land des Schweizer Käses. Pünktlich 8.00 Uhr starteten wir in Chemnitz. Leider konnte Leonie Becher die Fahrt wegen Krankheit nicht mitmachen. Wir kamen sehr gut voran. Entgegen der letzten Jahre hatte wir angenehmes Reisewetter. Dazu kam der wenige Verkehr auf den Autobahnen. Bereits 14.00 Uhr überquerten wir die Grenze.  Der Rheinfall war nicht mehr weit. Schnell wurden Eintrittskarten gekauft und wir stürmten die Burg Laufen samt Rheinfall. Der Fluss führte, für Winterverhältnisse, sehr viel Wasser. Wir nutzten jede Ausblickmöglichkeit, um auf das tosende Wasser zu schauen. Nass werden inclusive. Nachdem viele Fotos geschossen wurden, besichtigten wir noch das Schloss. Die Weiterfahrt führte uns zu einer Bekannten von Familie Weggässer. Dort waren wir zu Kaffee, Tee und lecker Kuchen eingeladen. Die Kids spielten anschließend im Garten. Schwer konnten wir uns von dort Trennen. Doch es musste sein. Denn es warteten noch vierzig Fahrminuten und das Pfadiheim in Wallisellen auf uns. 17.30 Uhr kamen wir schließlich in unserem Quartier an. Schnell eroberten wir unser uriges Pfadiheim. Die Betten wurden aufgeteilt, das Abendbrot vorbereitet und der Tischdienst eingeteilt. Abwaschen erfolgt hier noch von Hand! Heute gab es Wiener, Wurst, Käse und eine Menge Grünfutter. Die Kids haben kräftig zugeschlagen. Bis zur Nachtruhe konnten alle noch Spielen. 21.00 Uhr schlüpften wir in unsere Schlafsäcke und machten wir das Licht aus. Allerdings dauerte es eine ganze Weile bis endlich Ruhe eingezogen war.

Erstaunlich lange haben die Kids geschlafen. Bis 7.30 Uhr blieben alle ruhig. Wir haben ordentlich und ruhig gefrühstückt. Unser Ausflug sollte uns zuerst nach Winterthur ins Technorama führen. Kurz nach 10.00 Uhr trafen wir dort ein. Nach einer kurzen Einweisung stürmten wir los. Das Haus ist voller Experimente in Physik und Chemie. Alles zum Anfassen und Ausprobieren. Die Kids stürmten von einem Stand zum anderen. Lesen wieso und warum – Fehlanzeige! Hauptsache Spaß war das Motto. Gelernt haben wir dabei auch allerhand. Zum ersten Vortrag hatte sich gleich Daniel gemeldet. Dabei standen ihm die Haare zu Berge. Das sah toll aus. Auch alle anderen setzten sich unter 12000 Volt. Dabei entstanden abstrakte Fotos! Bis 15.00 Uhr blieben wir im Technorama. Dann fuhren wir in die Innenstadt zum Bummeln. Begonnen haben wir am Zürichsee und sind dann zur Altstadt. Wobei wir nur einen Bruchteil davon gesehen haben. Zürich ist schon eine Stadt der Schönen und Reichen. 18.00 Uhr waren wir, ziemlich k.o., zurück im Pfadiheim. Zum Abendbrot gab es heute das traditionelle Nudelessen. Alle haben kräftig zugeschlagen. Es war kein Krümel mehr übrig. Nach der Wettkampfbesprechung mussten alle ins Bett. 20.45 Uhr hieß es: Licht aus. Schnell kehrte bei fast allen Ruhe ein.

5.30 Uhr klingelte für die Betreuer der Wecker. 6.00 Uhr mussten die Kinder aus den Schlafsäcken. Alle lief wie am Schnürchen. 6.20 Uhr saßen alle am Frühstückstisch. Und da waren schon alle Sachen eingepackt. Ein großes Lob an die Kids. Punkt 7.00 Uhr starteten wir Richtung Schwimmhalle. Zum Glück hatten wir nur acht Minuten Fahrweg. 7.15 Uhr standen wir schon in der Schwimmhalle. Wenn man bedenkt das diese riesige und schöne Halle schon 2012 abgerissen werden sollte, versteht man die Welt nicht mehr. Fünf Minuten bekamen die Kinder zum Sammeln, dann mussten alle auf Wettkampfmodus umschalten. Das gelang allen hervorragend. Die Erwärmung und das Einschwimmen liefen schon mal sehr gut. Wir hatten diesmal schon vor dem Beginn des Wettkampfes ein Meldeergebnis. In unserem Wettkampfabschnitt nahmen 130 Kinder aus 21 Vereinen der Schweiz und uns teil. Es hätten gern noch ein paar Kinder mehr sein können. Los geht es immer mit einer ungewöhnlichen und bei uns nicht geschwommenen Disziplin, der Delphinbeinarbeit in Rückenlage los. Wir starteten wie die Feuerwehr. Die Trainingsergebnisse wurden sehr unterboten. Bei den Mädchen siegte Gretha Schreiber mit tollen 51,50 sek.. Knapp dahinter erreichte Ronja Stein das Ziel. Etwas Pech hatte Tina Mathes, die hauchdünn das Podest verfehlte und undankbare Vierte wurde. Bei den Jungen gab es einen Doppelsieg durch Moritz Erkmann und dem erst achtjährigen Gustav Seidel. Er blieb sogar unter einer Minute. Über 50m Schmetterlingsschwimmen konnte Yara Fay Riefstahl in sehr guten 36,41 sek. ihrer Favoritenrolle gerecht werden. Jasmine Drechsel ist ebenfalls Bestzeit geschwommen und Rike Brandl blieb knapp darüber. Bei den Jungen war niemand von uns am Start. Dann nahmen 40 Mädchen die 100m Rückstrecke in Angriff. Auch auf der ersten 100m Strecke lief es hervorragend. Es siegte wieder Gretha 1:32,86 vor Ronja. Beide trennten nicht einmal eine Sekunde. Jasmin schaffte wiederum eine tolle Bestzeit. Über 100m Brust bei den Jungen freuten wir uns über unseren Überraschungssieger Daniel Gensler. In 1:36,76 schaffte er eine tolle Leistungssteigerung. Ebenso Nico Ziller, der ein technisch hervorragendes Rennen ablieferte und nur ganz knapp am Podest vorbei schrammte. Für die 100m Freistil der Mädchen hatten wir sechs Starterinnen gemeldet. Fünf schlugen mit Bestzeit an. Yara holte sich in einer Zeit von 1:18,58 ihren zweiten Sieg. Sarah Keil, die sehr gut begann, musste sich im Endspurt mit dem undankbaren vierten Platz zufriedengeben. Lisa Hecker, Tina Annett, Rike und Zeo Tabea Johannsohn waren ebenfalls sehr schnell unterwegs. Über 100m Rücken bei den Jungen bestätigten, die erst neunjährigen Rudolf Weggässer und Gustav Seidel, dass sie bereits bei den „Großen“ mithalten können. Auch wenn es noch nicht für einen Medaillengewinn gereicht hat. Lenn Klut überraschte die Konkurrenz mit einer furiosen ersten Bahn und konnte den zweiten Platz bis ins Ziel retten. Die letzte Einzelstrecke waren die 100m Brust. Hier rechneten wir uns gute Chancen aus. So kam es auch. Lisa, Ronja und Sarah lieferten sich einen spannenden Dreikampf an der Spitze. Am Ende siegte Lisa in sehr guten 1:40,47 min., gefolgt von Ronja und Sarah. Zoe verbesserte auch hier wieder ihre alte Bestzeit um über sechs Sekunden. Über 100m Freistil der Jungen hatten wir sechs Sportler am Start. Fast alle erreichten Bestleistungen. Nur bei Rudolf schwanden die Kräfte auf der zweiten Bahn. Moritz schaffte es aufs Siegerpodest. Er wurde Zweiter. Daniel kam mit einem kräftigen Endspurt noch auf den vierten Rang.  Aber auch Nico, Lenn und Paul Mann konnten sich sehr gut Platzieren. Nach einer kurzen Pause erfolgten die Staffelstarts. Hier waren unsere drei Mannschaften alle in einem Lauf. Von Beginn an führte unser erstes Team (Lenn, Lisa, Yara und Daniel) und siegte mit mehreren Längen Vorsprung. Die zweite Mannschaft (Gustav, Sarah, Moritz, Gretha) kämpfte sich auf der Schmetterlingsstrecke an die zweite Stelle und gab diese bis zum Schluss nicht wieder her. Wobei Gretha als Schlussschwimmerin über die 50m Freistilstrecke enorm starke 36,83 sek. schwamm. Unsere dritte Vertretung (Rudi, Nico, Rike, Jasmin) hat sich ebenfalls wacker geschlagen und am Ende Rang 6 belegt. Unser „Rest“ feuerte lautstark kräftig an. Wenn man überlegt, dass diese tollen Leistungen nach zwei Tagen anstrengenden Sightseeing erreicht wurden, da ist das ein Sonderlob wert. Der sollte man sagen, ohne elektronische Ablenkung geht es immer besser! Alle freuten sich auf die Siegerehrung. Bis dahin durften wir im kleinen Becken noch ein wenig Spielen. Es gab wieder die schönen Haimedaillen. Insgesamt fischten wir 16 Mal Edelmetall aus dem schnellen Züricher Wasser. Davon acht Goldene, sieben Silberne und eine Bronzene. Ein tolles Ergebnis. Vor allem die vielen Bestzeiten zu so einem frühen Zeitpunkt lassen sehr optimistisch in die Zukunft blicken.

Während die Kinder um tolle Ergebnisse in der Schwimmhalle kämpften, kämpften die Eltern mit den „Nachwehen“ des Pfadiheimes. Sie putzten alles und bereiteten die Übergabe vor. Es gab nichts auszusetzen.

12.30 Uhr traten wir die Heimreise an. Von müden Kindern war allerdings nichts zu spüren. Jetzt durfte ja endlich wieder gezockt werden. Mit kurzen Unterbrechungen trafen wir kurz vor 20.00 Uhr wieder in Chemnitz ein.

 

Vielen Dank an die Elternschaft um Helen Seidel sowie Simone und Robert Weggässer für die tolle Unterstützung.

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