Auf ins Paradies?! – DM Jena 2021

Am Samstagvormittag, den 04. September 2021 schaffte mich meine liebe Mama nach Jena. An dieser Stelle herzlichen Dank, Mama :). Pünktlich um zwölf versammelten sich alle Starter und Starterinnen des Sächsischen Triathlonverbandes, um gemeinsam die Strecke und das Wettkampfgelände zu besichtigen. Denn am nächsten Tag stand die nachzuholende Deutschen Meisterschaften der Jugend auf dem Plan. (Die DM in Schongau im Juli war aufgrund von schlechtem Wetter wortwörtlich ins Wasser gefallen.) Wer wollte konnte nach der Erkundungstour noch einem kleinen Lauf machen und ein paar Reize für den morgigen „großen“ Tag setzen. War dies geschafft, ging es danach in unser B&B.

Dieses war glücklicherweise nur ein paar Minuten vom Wettkampfgelände entfernt. Die Nachmittagsgestaltung blieb jedem Sportler oder Sportlerin selbst überlassen – von witzigen (Kinder-)Serien schauen, schlafen, lesen, Rad checken lassen, über nichts machen, war alles dabei. Um die Kohlenhydratspeicher nochmal voll zufüllen, ging es bei Zeiten in die Altstadt von Jena zum Italiener. Dort gab es sehr leckere Nudeln. Danach hieß es schnell ins Bett, Augen zu und schlafen, bevor 6.45 Uhr der Wecker klingelte.

Kaum hatten wir die Augen am nächsten Morgen aufgemacht, saßen wir schon wieder beim Frühstück. Mein Appetit hielt sich, wie immer vor einem Wettkampf in Grenzen. Danach stand noch Zöpfe flechten, Sachen packen, umziehen, Gepäck ins Auto schaffen, Räder aufpumpen und Abfahrt Richtung Wettkampfgelände auf dem Plan. Wir, die Jugend A / Juniorinnen starteten erst ziemlich spät. Jedoch haben wir es uns nicht entgehen lassen, die davor startenden Sportler und Sportlerinnen anzufeuern.

11:20 Uhr fiel dann auch endlich unser Startschuss… Der Wettkampf war ich gar nicht unbedingt genauer eingehen. Kurz zusammengefasst: Den ersten Teil konnte man eigentlich gar nicht als Schwimmen bezeichnen. Es war eher ein „wer bekommt am meisten Schläge ab?“. Bis man seinen Wechselplatz erreichte, hatte man gefühlt die halbe Laufstrecke hinter sich gebracht. Dafür war genügend Zeit den Neo auszuziehen. Hätte ich Platz in einer schönen Radgruppe weiter vorn gefunden, wäre das Radfahren vielleicht auch zufriedenstellender gewesen. Beim Laufen hieß es eigentlich nur noch ins Ziel kommen und nicht beim Rundenlaufen verzählen. Wobei dieser Part vom Wettkampf gar nicht so schlecht lief.

Immerhin habe ich eine weitere Teilnahme bei den Deutschen Meisterschaften hinter mich gebracht. Auch wenn der Wettkampf gar nicht nach meinen Vorstellungen gelaufen ist, so konnte ich einiges an Erfahrungen mitnehmen. Im Großen und Ganzen war es ein schönes Wochenende mit dem gesamten STV. Das Flair ist nicht zu vergleichen mit dem von einem „Dorfwettkampf“. Man sieht viele bekannte und unbekannte Gesichter und wie viele können schon sagen, dass sie bei einer DM gestartet sind?

Flavia Richter