Trotz schwachem dritten Viertel – SCC-Männern feiern verdienten Heimsieg gegen den SV Halle

Am Freitag zum Abschlusstraining herrschte im Team bereits gute Stimmung. 9 Kämpfer wollten sich intensiv auf den kommenden Gegner vorbereiten. Bei Coach Lars Brand verursachte dies schlussendlich doch positive Stimmung. Er konnte zu diesem Zeitpunkt nur auf 10 Spieler zurückgreifen. Die wollten – so signalisierten es die Sportler – jedoch alles geben, um gegen Halle endlich den langersehnten zweiten Saisonsieg einzufahren.

Am Samstagvormittag dann für den Trainer gute Neuigkeiten: Die Sportfreunde Matthias Barthold und Ralf Hofmann erklärten sich bereit, das Team im Kampf gegen Halle zu unterstützen. Die beiden erfahrenen Spieler helfen in dieser Saison sporadisch aus und wollten mit ihrer Spielerfahrung helfen. So hellte sich die Miene des Coaches bei der Mannschaftsbesprechung vor dem Spiel auf. „In den letzten drei Spielen haben wir gezeigt, was wir können. Jetzt ist es an der Zeit, dass wir uns belohnen und den Sieg holen!“, schwor der Trainer das Team ein.

  Fotos Peggy Hetzner
Fotos Peggy Hetzner

Die Mannschaft setzte die Vorgaben des Trainers in den ersten Minuten gut um. Jannes Hummitzsch gelang gleich der erste Treffer und Chemnitz spielte sicher aus der Defensive heraus überlegt nach vorn. Nach einem unnötigen Gegentor der Hallenser trafen zunächst nur noch die Gastgeber. Max Mauersberger und Sebastian Franke gelangen Treffer in der Überzahl. Auch Matthias Barthold zimmerte die Kugel in die Maschen. 5:2 nach dem ersten Viertel. Es lief nach Plan für die Männer um Kapitän Ullrich.

Im zweiten Viertel ließen die SCC-Herren nicht nach und erhöhten durch Treffer von Ben Brand und Kai Berger auf 7:2. Halle gelang zunächst wenig. Vor allem auch deshalb, weil der junge Keeper Felix Kröber einen bärenstarken Tag erwischte. Ein ums andere Mal fischte er den Ball weg. Die Saalestädter trafen im zweiten Viertel in Überzahl und sonst nur einmal aus der Partie heraus. 6:2 endete das zweite Viertel. Chemnitz spielte Halle klasse aus und vor allem: man machte auch die Tore.

In der Halbzeitpause dann die mahnende Worte von Co-Trainer und Centerverteidiger Sebastian Warncke. „Wir dürfen jetzt nicht aufhören! Das, was Halle bislang zeigt, ist nich deren wahre Leistung. Wir müssen weiterspielen und unser Ding durchziehen, sonst geht das noch in die Hose!“, sprach Warncke deutliche Worte. Als hätte er es geahnt: Das dritte Viertel war eines zum Vergessen für Hausherren. Die Gäste spielten sich förmlich in einen Rausch. Bei Chemnitz ging nichts zusammen. Vorne eklatante Abschlussschwäche oder schnell vergebene Bälle. Hinten waren fast alle Würfe der Hallenser nun im Kasten von Keeper Kröber, dem man aber keinen Vorwurf machen kann. Er ließ sich eher von der Lethargie und Gefälligkeit seines Teams anstecken. Chemnitz legte genau das Verhalten an den Tag, was keiner sehen wollte. Sie waren sich offenbar zu sicher. Halle schoß Chemnitz im dritten Viertel mit 5:2 auf den Boden der Tatsachen zurück.

Mit einer 13:9 Führung ging es in das letzte Anschwimmen, welche Sebastian Franke für sich entscheiden konnte. Man brauchte jetzt Ruhe im Spiel und Coach Brand setzte auf die Erfahrung der älteren Spieler. Kapitän Ullrich und Routinier Hofmann sollte für Ruhe sorgen. Die gelang mehr und mehr. Hinten in der Defensive stand man jetzt geordneter und vorne spielte man sicher die Zeit herunter. Zwar gelangen den Gästen aus Halle noch zwei weitere Treffer. Chemnitz hielt mit einem Tor von Sebastian Franke nach Energieleistung im Konter dagegen und sicherte so den langerhofften Heimsieg.

14:11 lautete der Endstand und Jubel brandete bei den Zuschauern und Spielern auf.

„Endlich! Wir haben heute trotz des dritten Viertels gezeigt, was wir können. Ich bin sehr glücklich über die Leistung meiner Mannschaft. Es geht stetig bergauf. Wir sind noch lange nicht oben angekommen, aber einen weiteren wichtigen Schritt haben wir mit dem Heimsieg gemacht.“, freute sich ein erleichterter Trainer Lars Brand nach der Partie. Vor allem das dritte Viertel habe ihn einige Nerven gekostet. „Normalerweise lobe ich keinen einzelnen Spieler, da wir eine tolle Mannschaft sind, aber wir konnten heute auf die starke Leistung unseres jungen zweiten Keepers Kröber aufbauen. Er hat wirklich super gespielt, da kann man ihn nur beglückwünschen.“ Der gelobte Spieler selbst nahm es mit seiner ihm eigenen Gelassenheit hin.

Chemnitz rückt durch den Heimsieg an die nun punktgleichen Dresdner heran. Bei einem Spiel weniger und der gleichen Tordifferenz ist man auf Augenhöhe.

SCC mit:

Felix Kröber, Sebastian Warncke (1), Sebastian Franke (3), Max Mauersberger (1), Kai Berger (3), Nico Brunner, Ben Brand (2), Nick Nestler, Alexander Ullrich, Matthias Barthold (3), Ralf Hofmann, Jannes Hummitzsch (1)

Coach Lars Brand

Ausblick:

Noch vier Saisonspiele haben die Chemnitzer Wasserballherren vor der Brust. Am 26.05.2018 steht eine schwere Auswärtspartie in Prag auf dem Plan. Doch auch dort will man sich nicht einfach geschlagen geben. Immerhin hatte Halle gegen Prag auch etwas „gerissen“. Das ausgefallene Auswärtsspiel gegen Leipzig muss noch terminiert werden, soll jedoch nach den Meldungen der Verantwortlichen in Chemnitz während einer Trainingszeit ausgetragen werden. Es wartet dann noch ein Heimspiel gegen Brandenburg und eine Auswärtspartie in Magdeburg. Coach Brand freut sich auf die kommenden Begegnungen. „Wir können jetzt befreit aufspielen und wollen unsere Leistung und Erfahrung mit den kommenden Spielen weiter verbessern und ausbauen.“

veröffentlicht von SC Chemnitz

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